Bibliographie

Titel: Herz des Todes
Autor*in: Magret Kindermann
Verlag: Nova MD
Format: E-Book
ISBN: 978-3-96966-546-6
Seiten: 420

Klappentext

Der Tod weiß, dass er unbezwingbar ist. Wenn er die Menschen holen kommt, hilft kein Aberglaube, kein Betteln und kein Klagen.
Alles ändert sich, als er Aru begegnet. Die Leute aus ihrer Heimatstadt können sich nichts Furchteinflößenderes vorstellen und ächten das Kind
Die Freundschaft zwischen Aru und dem Tod bringt das altbewährte, fragile Gleichgewicht zwischen Sterben und Leben ins Wanken.
Sie kommt hinter die Geheimnisse des Todes, die bis in seine Kindheit zurückreichen – und Aru wird sie nutzen.

Ich habe das E-Book im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks von der Autorin zur Verfügung gestellt bekommen, vielen Dank dafür. Dies beeinflusst jedoch in keiner Weise meine persönliche Meinung.

Ich habe von Magret bereits „Killing Zombies and Kissing You“ gelesen und war gespannt darauf was mich bei „Herz des Todes“ erwarten würde. Der ursprüngliche Titel war „Aru und der Tod“, wenn ich mich richtig erinnere.

Das Cover gefällt mir richtig gut, es hat etwas mystisches. Wäre auch ein reiner Coverkauf geworden, wenn ich die Entstehung des Buches nicht schon auf Instagram und Twitter verfolgt hätte.

Wir begegnen unserer Protagonistin Aru, die vom Tod höchstselbst auf die Welt geholt wird. Dies führt dazu, dass sie sowohl von ihrer eigenen Familie als auch den anderen Dorfbewohnern gemieden wird, weil alle den Tod fürchten und sie so ein sehr einsames Leben führt. Der Tod kann dieses kleine Mädchen nicht vergessen und besucht sie immer wieder und nimmt sie mit zu Ausflügen aus ihrem sonst eintönigen Leben. Dadurch entwickelt sich eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden.

Durch Magrets Erzählweise hatte ich jederzeit ein Bild der Moorstadt Jui vor Augen und durch Speisen, von denen erzählt wird, oder anderen Lebewesen wurde das Ganze drumherum für mich sehr lebendig. Auch Wesen wie das Serenikahuhn, das Arus ständiger Begleiter ist oder das Meckerchen machten die Geschichte für mich sehr greifbar.

Der Tod ist mal ein scherzender Säufer, sodass ich beim Lesen fast vergaß, was eigentlich seine Aufgabe ist, doch dann wieder wütet er, gefangen in düsteren Gedanken und innerlich zerrissen, durch sein Zuhause. Seine Entwicklung vom Tod, der die Menschen, für die es Zeit ist zu gehen, holt, über den besten Freund von Aru bis hin zum eifersüchtigen Mann ist spannend und, wie ich finde, gut ausgearbeitet.

Auch Aru entwickelt sich vom kleinen, einsamen Mädchen zu einer jungen, selbständigen Frau, die zwar noch immer gemieden wird, sich dadurch aber nicht aus der Ruhe bringen lässt. Beide sind sehr miteinander verbunden, sind in ähnlichen Familienverhältnissen aufgewachsen und könnten sich so miteinander austauschen, doch dann sind sich die beiden wieder so uneins und kommen nicht miteinander aus.

Magrets Schreibstil ist eher einfach, kommt teilweise aber auch sehr philosophisch daher, was manchen Leser*innen es vielleicht etwas schwer macht. Sie beschreibt nicht ausschweifend oder blumig, sondern klar auf den Punkt
Es ist keine Geschichte für Zwischendurch oder Nebenbei, dafür ist sie zu anders und teilweise fordernd. Die Autorin verrät nicht alles, sodass ich mir meine eigenen Gedanken machen kann und noch Möglichkeiten für einen zweiten Band bleiben.

Was mich beim Lesen teilweise gestört hat, waren einige Schreibfehler, aber auch anderes, was vermutlich beim Lektorat durchgerutscht ist. Dies soll aber, nach Rücksprache mit der Autorin, bei künftigen Veröffentlichungen behoben werden.

Insgesamt eine wunderbare, einnehmende Geschichte über Aru und den Tod, der eine Entscheidung trifft, die alles verändert. Was? Das müsst ihr selbst herausfinden!


Weitere Eindrücke:

„Einige Charaktere die ich gerne ins Moor geschubst hätte, aber auch so viele wundervollen Charaktere die mir begegneten.“ Janna – KeJas Wortrausch

4 Gedanken zu “Herz des Todes – Magret Kindermann

  1. hachz ich freu mich schon auf mein leseerlebnis! das buch wartet hier schon ganz ungeduldig ❤ ich habe nur „killing zombies und kissing you“ von ihr nicht gelesen – und die ein oder andere kurzgecshichte nicht, da ich nicht alle büche von nikas erben habe. aber ich liebe magrets art zu schreiben *-*

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