Bibliographie

Autorin: Anna Lane
Coverdesign: Marie Graßhoff
Verlag: SadWolf Verlag
ISBN: 9-783-964-780-324
Seiten: 348

Triggerwarnung*
Wenn ihr die Triggerwarnung lesen wollt, findet ihr sie am Ende des Beitrages.

Klappentext

Eineinhalbmal. So oft hat Mae versucht, sich nach dem Tod ihres Freundes das Leben zu nehmen. Sie hat den Kampf gegen ihre Schuldgefühle längst aufgegeben und landet in der Greenlake Therapieanstalt. Obwohl sich der junge Pfleger Sam alle Mühe gibt, Mae zurück ins Leben zu holen, bleibt sie verschlossen. Ich er ist nicht der Einzige, der ihren Alltag ins Wanken bringt. Derek, der Neuzugang, fordert Mae heraus und überredet sie dazu, ihre Medikamente abzusetzen und sich ihrer Traurigkeit zu stellen. Wem soll sie vertrauen? Sam oder Derek? Zerstört der Blick in ihr Herz sie endgültig oder gibt sie dem Leben – und der Liebe – eine zweite Chance?

Werbung. Danke an den SadWolf Verlag für das Rezensionsexemplar. Dies beeinflusst jedoch in keiner Weise meine persönliche Meinung.

Ich bin zwiegespalten was diesen Roman angeht.
Protagonistin Mae hat versucht sich umzubringen, weil sie nicht mehr mit ihren Schuldgefühlen leben wollte. In der Klinik ist sie nicht die einzige, die es bereits versucht hat bzw. versucht.
In der Greenlake Therapieanstalt kümmert sich Pfleger Sam rührend um sie. Und obwohl er weiß, dass Beziehungen zwischen Mitarbeiter:innen und Patient:innen nicht erlaubt sind, entwickelt er Gefühle für Mae.

Als dann Derek auftaucht bringt er eine Menge Unruhe mit und Mae dazu ihre Tabletten abzusetzen und türmt sogar mit ihr aus der Klinik.
Mae findet dies zunächst aufregend und spannend, doch Derek wird immer besitzergreifender und sie bekommt Angst.
Sam dagegen versucht immer das richtige zu tun und für Mae da zu sein.

Mit Protagonistin Mae wurde ich bis zum Schluss nicht so richtig warm. Sie versinkt in ihrem Selbstmitleid, was auf Dauer anstrengend war. Gleichzeitig öffnet sie sich nicht dem Therapeuten sodass sie sich quasi im Kreise dreht. Sam gegenüber bleibt sie fast bis zum Schluss unnahbar und abweisend.

Derek und Sam, zwei Menschen, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Arm und reich, gut und böse. Für Derek spielt Geld keine Rolle, Sam muss aufs Geld achten. Derek nimmt sich was er will ohne Rücksicht auf Verluste, Sam dagegen ist einfühlsam und kümmert sich um seine Patienten.
Allerdings hätte ich mir zu Derek gerne mehr Infos gewünscht. Die Beziehung zwischen ihm und Mae ist absolut toxisch und am Ende spielt ausgerechnet er eine nicht unbedeutende Rolle.

Gut gefallen hat mir die Playlist, die man sich zu diesem Buch zusammenstellen konnte. Jedes Kapitel ist mit einem Song überschrieben. Eine richtig gute Idee.
Musik spielt, besonders für Mae, eine große Rolle.

Ich finde es sehr wichtig, dass über Depressionen und Selbstmord oder Selbstmordgedanken gesprochen und geschrieben wird. Und auch wenn Eineinhalb ein fiktiver Roman ist, so hat Autorin Anna Lane doch Recherche und Erfahrungen aus dem eigenen Umfeld mit einfließen lassen.
Sie reduziert ihre Protagonisten nicht auf ihre Krankheit sondern zeigt auch ihre Wünsche und Träume auf. Die Kunst, in unterschiedlichen Formen, spielt eine wichtige Rolle in diesem Roman.

Fazit

Anna Lane verleiht ihren Charakteren Ecken und Kanten und schreibt teilweise sehr intensiv.
Derek hätte noch ein bisschen mehr Farbe bekommen können, er bleibt ein bisschen blass auch wenn er immer präsent ist.
Insgesamt kann ich sagen, dass der Roman mich gut unterhalten und stellenweise gefesselt hat. Allerdings habe ich, für meine Verhältnisse, ziemlich lange daran gelesen. Ein Zeichen für mich, dass es nicht mein Buch ist.

Triggerwarnung
Das Buch behandelt Themen wie Depressionen, Selbstmord und Selbstmordgedanken. Wenn du dich nicht in der Lage dazu fühlst, dann lies bitte die Rezension und das Buch nicht. Oder tue dies zumindest nicht alleine. Achte bitte auf dich und hol dir ggf. Hilfe.

3 Gedanken zu “Eineinhalb – Anna Lane

  1. Huhu meine Feine!

    Ich finde es auch unglaublich wichtig diese Themen in Büchern in den Fokus zu setzen, muss aber gestehen, dass mich die Beschreibung dieser Geschichte absolut nicht reizt. Warum eine Frau und zwei gegensätzliche männliche Charaktere? Warum ein besitzergreifender Prota und einer, der immer versucht das Richtige zu tun – warum solch eine Dreieckssache bei solchen Themen?
    Ich kann natürlich nicht beurteilen, wie all dies im Roman skizziert und aufgearbeitet wurde, aber der rahmen der Geschichte spricht mich nicht an …

    Muckelige Grüße :-*

    Gefällt 1 Person

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