Titel: Backpacking in Pakistan
Autoren: Clemens Sehe, Anne Steinbach
Verlag: Conbook Medien GmbH
ISBN: 978-3-95889-327-6
Seiten: 288

Klappentext: „Pakistan hat einige der höchsten Berge der Welt und das schillernde Meer. Pakistan hat Millionenmetropolen, in deren Altstädten man sich verirren kann. Und Pakistan hat die größten Kochtöpfe in ganz Südasien, in denen Reis mit afghanischen Rosinen und indischen Gewürzen gemischt wird. Die Basis ist da. Jetzt müssen nur noch die Touristen kommen und der Terrorismus gehen. Wenn das nur so einfach wäre.“

Pakistan, ein Land über das ich kaum etwas weiß. Ich weiß, dass es bei Bergsteigern beliebt ist, die sich hier an den Aufstieg auf den Nanga Parbat machen, den mit 8125m neunthöchsten Berg der Welt.
Der Nanga Parbat liegt in Gilgit-Baltistan im pakistanischen Teil Kaschmirs.

Anne und Clemens kommen ohne einen großen Plan nach Pakistan und möchten Land und Leute kennenlernen.
In diesen drei Wochen reisen sie durch Taliban-Gebiet, kommen in Polizeigewahrsam, treffen sich mit Menschen die sie über Social Media kennengelernt haben und die sie zu sich nach Hause einladen, kaufen nahezu illegal Bier und stehen und Beobachtung des Geheimdienstes.

Wie bereits gesagt, weiß ich nahezu nichts über Pakistan, ein streng muslimisches Land, das gar nicht gut auf seinen Nachbarn Indien zu sprechen ist. Dabei teilen sich beide Länder eine gemeinsame Vergangenheit. Auch darauf gehen Anne und Clemens in ihrem Buch ein.

Die Reise wird abwechselnd aus der Perspektive von Clemens und von Anne erzählt und es wird sehr deutlich, dass Frauen in Pakistan nicht viel zu melden haben. Zum Beispiel darf Anne nicht mit auf Gruppenfotos mit Männern und zur Begrüßung wird ihr auch nicht die Hand gereicht.
Die beiden treffen aber auch auf junge Paare, die sich dafür einsetzen, dass Frauen mehr Rechte bekommen.

Sie reisen in Millionenmetropolen wie Islamabad oder Lahore, reisen entgegen polizeilicher Anweisungen nach Fairy Meadows und besichtigen Moscheen.

Mich haben die Gegensätze Pakistans total fasziniert und überall sind die Einheimischen Clemens und Anne offen und herzlich begegnet. Sie freuten sich richtig, dass deutsche Touristen nach Pakistan gekommen sind um das Land kennenzulernen.

Durch dieses Buch bin ich auch auf den Blog der beiden aufmerksam geworden, dieser heißt travellersarchive. Dort gibt es viele Reiseberichte zu entdecken.
Gut gefallen hat mir der interaktive Aspekt von „Backpacking in Pakistan“, denn nach manchen Kapiteln gibt es einen QR-Code, der noch mehr Fotos und Videos zu dem entsprechenden Kapitel liefert.
Das hat das Buch eindeutig bereichert und auch noch ein bisschen lebendiger gemacht. Aber schon alleine durch die Erzählweise der beiden hatte ich das Gefühl dabei zu sein.

Ob ich Pakistan nach der Lektüre dieses Buches bereisen würde? Wahrscheinlich nicht, dafür bin ich zu sehr Angsthase. Aber es hat mir Lust auf mehr Bücher dieser Art gemacht.

Danke an dieser Stelle an Lovelybooks und Conbook, die mir das Buch im Rahmen der Leserunde zur Verfügung gestellt haben.

10 Gedanken zu “Backpacking in Pakistan – Clemens Sehi, Anne Steinbach

  1. Huhu 🙂

    Da du Lust auf Bücher wie diese bekommen hast, kann ich dir Stephan Orth ans Herz legen! Er bereist als Couchsurfer Länder wie Russland, China und auch den Iran. Besonders an letztere Reise musste ich gerade beim Lesen deines Beitrags lesen. Ich liebe solche Bücher auch, man erfährt von ganz anderen und fremden Kulturen. Dein Buch hat es auf jeden Fall gleich auf meine WuLi geschafft 😀

    Liebe Grüße
    Lisa

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  2. Wenn ich über Pakistan gelesen habe, dann waren es tatsächlich meist Reportagen zu Armut, Terror oder Umweltverschmutzung. Da ist es bestimmt mal gut, einen Reisebericht zu lesen, der auch die schönen Seiten, des – mit Sicherheit – beeindruckenden Landes zeigt.

    Danke für die Empfehlung!
    Jana
    #litnetzwerk

    Gefällt 1 Person

  3. Liebe Melanie,
    mir ist Pakistan auch gänzlich unbekannt. Einzig bei meinem Visum für Indien ist es mir bisher unter gekommen. Dort muss man bestätigen, dass man nicht in dem Land war und vor allem, dass weder die Eltern noch die Großeltern Pakistani sind. Alleine dieser Aspekt macht das Land schon wieder interessant. Ob ich wohl dieses Buch im Gepäck haben darf, wenn ich hoffentlich im Herbst wieder nach Indien reisen darf?
    Das Buch hört sich spannend an und dient bestimmt dazu, das Fernweh ein wenig zu stillen. Ich selbst wäre für Pakistan nach der ersten Beschreibung, die du hier gegeben hast auch zu sehr Angsthase.
    Danke für den Buchtipp, der kommt mit auf meine virtuelle Reiseliste.
    LG Kerstin

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  4. Das habe ich auch noch auf den SuB. Klingt sehr interessant, was du geschrieben hast. Die Bücher von Stephan Orth kann ich dir ebenfalls empfehlen. Ich habe hier noch einige andere Reiseberichte liegen, für mich als Touristiker quasi Schulungslektüre. Die Länder würde ich tatsächlich, geführt, nicht alleine, gerne bereisen. Ist sicher ein toller Perspetivwechsel.

    Liebe Grüße,
    Findo

    Gefällt 1 Person

  5. Oh, das klingt richtig interessant, ich weiß nämlich auch überhaupt nichts über Pakistan. Ich schließe mich dir aber an, das klingt nicht nach einem Ort an den ich reisen würde, dafür bin ich nicht mutig genug. 🙂

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