Titel: Opfer 2117
Autor: Jussi Adler-Olsen
Übersetzer: Hannes Thiess
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
ISBN: 9-783-423-282-109
Seiten: 585

Klappentext:
Die Tote am Strand von Ayia Napa trug noch immer einen Hauch von Rot auf ihren Lippen. Wie schön sie gewesen war. Auch wenn tiefe Falten in ihrem Gesicht erahnen ließen, warum sie sich auf den gefährlichen Weg über das Mittelmeer gemacht hatte. Assad erstarrte…

Band acht der Reihe um das Sonderdezernat Q bringt uns nun Assad näher.

Ein Bild von gestrandeten und toten Flüchtlingen bringt Assad völlig aus der Fassung.
Schon immer haben wir Leser geahnt, dass mit Assad etwas nicht stimmt, dass er vielleicht nicht der ist, der er vorgibt zu sein.
Jetzt erzählt er seine Geschichte, die einfach grausam ist und ihn ins Zentrum eines nervenaufreibenden Falles bringt.

Nicht nur in Assad löst dieses Bild der Flüchtlinge an einem Strand von Zypern etwas aus.
Ein junger Gamer, hat es sich zur Aufgabe gemacht Opfer 2117, die tote Frau am Strand von Ayia Napa, zu rächen, ihr und all den anderen Gehör zu verschaffen. Er kündigt ein Massaker in Kopenhagen an.

Adler-Olsen greift in diesem Buch das große Thema Flüchtlinge und Terrorismus auf.
Die meisten, die über das Mittelmeer kommen sind vor dem Krieg in ihrem Heimatland geflohen und suchen Schutz, aber unter sie mischen sich andere, die ganz andere Absichten hegen.

In zwei Erzählsträngen bringt uns der Autor zum einen Assad näher, wir erfahren wer er ist, was ihn zu dem gemacht hat, der er ist und was mit seiner Familie geschehen ist.
Er und Carl machen sich auf eine Reise nach Deutschland mit ungewissem Ausgang.
Zum Anderen erleben wir die Rückkehr von Rose ins Sonderderzernat Q und das Katz und Maus Spiel mit einem jungen Mann, dem endgültig der Kragen geplatzt ist und der gegen all das Unrecht, das ihm widerfahren ist angehen will.

Nachdem mich Takeover und Selfies nicht so richtig packen konnten, hat mich Opfer 2117 nach leichten Anlaufschwierigkeiten richtig gefesselt. Ich habe mitgefiebert mit Gordon und Rose, ob sie den Gamer finden und fassen können und noch mehr gebangt mit Carl und vor allem Assad, ob das Unterfangen in Deutschland ein gutes Ende nehmen wird.
Richtig spannend!

Was mich ein bisschen stört ist, dass im Falle des Gamers wieder ein Bild gezeichnet wird eines Nerds, der so gut wie nie vor die Tür geht und sich anhand eines Spiels radikalisiert.
Gamer sind in der Regel Menschen wie du und ich und keine zurückgezogenen Couchpotatoes.

Dennoch definitiv empfehlenswert,  erst recht für Fans des Sonderderzernats Q.



Weitere Beiträge:
kejas-blogbuch